Waldrandhaus
Geschichte 02 · Ein Rätsel im Garten

Elli und die sieben Nüsse

8 Buchseiten · etwa 6 Minuten zum Vorlesen

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Die Sonne geht hinter dem Waldrandhaus auf.
Ein Rätsel im Garten
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Ein neuer Morgen

Kikeriki! Die Sonne schaute über die Hügel und kitzelte das Waldrandhaus wach. Fino öffnete die Tür. Milla spitzte die Ohren. Elli war schon unterwegs. Und Raban? Der hatte natürlich längst etwas entdeckt.

Neuer Tag, neue Geschichte, neues Abenteuer!

Heute saß Elli unter dem Haselstrauch. Neben ihr stand ein kleiner Korb. „Eins, zwei, drei, vier …“ Sie hielt inne. Dann zählte sie noch einmal. „Das ist falsch“, sagte sie. „Mein Korb kann offenbar nicht zählen.“

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Vier sind keine sieben

Fino setzte sich neben sie. „Was ist denn passiert?“ Elli zeigte in den Korb. „Gestern hatte ich sieben Nüsse. Heute sind es nur vier.“

Milla legte die vier Nüsse auf ein Blatt. Eine Reihe machte das Zählen leichter. Elli tippte jede mit der Pfote an. Vier. Daran ließ sich nichts ändern.

Raban beugte sich darüber. „Vielleicht sind die anderen geschrumpft.“ Milla betrachtete die großen Nüsse. „Dann müssten wir trotzdem sieben sehen.“

Elli verschränkte die Arme. „Drei sind weg. Und ich wollte doch mit Dora Nussbrot backen!“

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Eine Suche mit sehr viel Tempo

Elli sauste um den Strauch, hinter den Zaun und wieder zurück. „Hier nicht! Da nicht! Nirgends!“

„Wo hast du sie gestern hingetan?“, fragte Fino. Elli dachte nach. „In den Korb. Dann habe ich ein Blatt geholt. Dann hat Raban gerufen. Dann bin ich … ach, überall!“

Raban nickte. „Du warst ziemlich schnell überall.“

Milla ging langsam um den Korb herum. Sie hob ein braunes Blatt hoch. Darunter lag ein kleiner Kiesel. „Keine Nuss“, sagte sie. Elli seufzte. „Heute ist aber auch alles das Falsche.“

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Ein verdächtiger Schnabel

Raban wischte sich einen Krümel vom Schnabel. Elli blieb stehen. „Hast du meine Nüsse gegessen?“

„Nein!“, rief Raban. „Das war Frühstücksbrot.“ Er klang so empört, dass sogar die Blätter am Strauch stillzuhalten schienen.

Fino schaute Elli an. „Wir wissen noch gar nicht, was passiert ist.“ Elli zog an einem Träger ihrer Latzhose. „Stimmt. Entschuldigung, Raban.“

Raban richtete seinen roten Schal. „Angenommen. Aber wenn eine Nuss Brotkrümel macht, möchte ich sie unbedingt kennenlernen.“ Milla lächelte. Dann hob sie plötzlich eine Pfote. „Moment. Hört mal!“

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Klick, klack, kluck

Elli drehte sich um. Klick, klack, kluck. Sie blieb stehen. Alles war still. Dann machte sie einen Schritt. Klick.

„Deine Hose spricht“, flüsterte Milla. Elli blickte an sich herunter. „Meine Hose?“

Fino zeigte auf die große Tasche vorne. Sie war rund ausgebeult. Elli griff hinein. Eine Nuss. Noch eine Nuss. Und noch eine!

Jetzt erinnerte sie sich. Gestern hatte sie die drei schönsten Nüsse zu Dora bringen wollen. Dann war sie einer Libelle nachgelaufen. Die Nüsse waren mitgelaufen. In ihrer Tasche.

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Sieben sind wieder sieben

Milla schob die vier Nüsse auf dem Blatt etwas zur Seite. Elli legte ihre drei dazu. Vier im Korb und drei in der Tasche. Jetzt lagen wieder sieben vor ihnen.

Elli strahlte. „Mein Korb kann doch zählen!“

„Und deine Hose kann Nüsse tragen“, sagte Raban. „Das ist sogar noch besser.“

Fino nahm den Korb. „Dann können wir jetzt backen.“ Elli wollte schon losrennen. Sie hielt sich die Tasche zu. Klick, klack, kluck blieb aus. „Diesmal reisen alle Nüsse zusammen“, erklärte sie. Raban marschierte feierlich hinter dem Korb her.

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Ein Brot und eine kleine Idee

Dora stellte eine Schüssel auf den Tisch. „Da ist ja mein Nussbesuch.“ Elli erzählte die ganze Geschichte. Sogar die Sache mit dem verdächtigen Schnabel.

Dora ließ die vier Freunde den Teig kneten. Raban bekam Mehl auf die Schnabelspitze. Milla drückte eine kleine Pfotenspur in den Teig.

Eine der sieben Nüsse legte Elli zur Seite. „Können wir die einpflanzen?“ Dora nickte. „Vielleicht wächst daraus eines Tages ein neuer Haselstrauch.“

Die anderen Nüsse kamen ins Brot. Elli betrachtete die einzelne Nuss. So klein. Und irgendwann vielleicht so groß wie ein Baum.

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Ein Platz für morgen

Im Garten drückten sie die Nuss vorsichtig in die Erde. Fino stellte einen kleinen Stock daneben. Milla goss ein wenig Wasser darauf. Raban stellte sich Wache stehend daneben.

„Noch kein Baum“, meldete er nach einem Augenblick. „Du darfst auch mal blinzeln“, sagte Dora.

Abends malte Elli sieben Nüsse ins Abenteuerbuch. Eine davon bekam zwei grüne Blätter. Darunter schrieb Fino: Der rätselhafte Fall der sprechenden Hose.

Elli lachte. Morgen würde sie nach ihrem kleinen Beet sehen. Aber vorher, das nahm sie sich fest vor, würde sie in ihre Taschen schauen.

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