Waldrandhaus
Geschichte 04 · Herbst im Waldrandhaus

Vier Kürbisse und ein ziemlich großer Plan

8 Buchseiten · etwa 6 Minuten zum Vorlesen

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Die Sonne geht hinter dem Waldrandhaus auf.
Herbst im Waldrandhaus
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Ein neuer Morgen

Kikeriki! Die Sonne schaute über die Hügel und kitzelte das Waldrandhaus wach. Fino öffnete die Tür. Milla spitzte die Ohren. Elli war schon unterwegs. Und Raban? Der hatte natürlich längst etwas entdeckt.

Neuer Tag, neue Geschichte, neues Abenteuer!

Heute kullerte Elli mit einem Kürbis durch den Garten. Hinter ihr standen noch drei. Einer war groß, einer klein, einer rund und einer ein bisschen schief. „Wir machen heute Gesichter!“, rief sie. Raban betrachtete den schiefen Kürbis. „Der schaut mich schon an.“ Milla beugte sich darüber. „Er hat doch noch gar keine Augen.“ „Eben“, sagte Raban. „Das macht die Sache ungewöhnlich.“

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Ein Plan mit sehr vielen Zähnen

Elli stellte ihren Kürbis auf den Gartentisch. „Meiner bekommt zwölf Zähne, zwei Hörner, sieben Augen und einen Schnurrbart!“ Fino sah auf Ellis Papier. Es war fast ganz voll. „Wo bleibt denn der Kürbis?“, fragte er.

Milla nahm sich den kleinsten. Sie malte zwei runde Augen und ein winziges Lächeln. Raban wählte den schiefen Kürbis. „Meiner wird sehr vornehm. Er wird alle Besucher begrüßen.“

Dora brachte eine Schüssel und große Löffel. „Dann bekommt heute jeder seinen eigenen Kopf.“ Raban betastete seinen Schnabel. „Meinen habe ich eigentlich schon.“

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Milla lässt Platz zum Lächeln

Die Freunde zeichneten ihre Ideen auf die Kürbisse. Fino malte ein freundliches Gesicht. Raban drückte beim Zeichnen etwas zu fest. Sein Mund rutschte zur Seite.

„Jetzt schaut er noch schiefer“, stellte er fest. Milla legte ihren kleinen Kürbis daneben. Die beiden sahen aus, als hätten sie gerade miteinander geflüstert.

Elli betrachtete ihre vielen Linien. „Ich glaube, meiner hat zu viele Gedanken.“ Sie wischte den Stift wieder ab. Diesmal malte sie zwei Augen und ein großes Grinsen. Der Schnurrbart durfte bleiben. Ein kleiner Plan konnte schließlich auch ein guter sein.

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Ein Kürbis von innen

Dora öffnete die Kürbisse. Die Freunde schauten mit etwas Abstand zu. Als das Werkzeug wieder zur Seite gelegt war, kamen die Löffel dran.

Elli hob einen ganzen Klumpen aus ihrem Kürbis. Fäden hingen vom Löffel wie orange Haare. „Er hat innen eine Frisur!“ Raban beugte sich vor. „Meine ist außen. Das finde ich praktischer.“

Milla löffelte langsam. Fino hielt die Schüssel fest. Bald war sie voller Kerne und weichem Kürbisinneren. Elli hatte einen Faden an der Nase. Milla musste so lachen, dass sie ihren Löffel ablegen musste.

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Dora übernimmt die feinen Schnitte

Nun schnitt Dora die aufgezeichneten Gesichter aus. Das Schneidewerkzeug blieb bei ihr. Die Freunde stellten ihre Kürbisse der Reihe nach bereit und bewunderten jeden fertigen Kopf.

Ellis Schnurrbart erwies sich als ziemlich kompliziert. „Dann male ich ihn einfach wieder auf“, beschloss sie. Das ging genauso gut.

Raban hielt seinen Kürbis am Stiel fest, nachdem Dora mit dem Schneiden fertig war. Ein Auge lag etwas höher als das andere. Der Mund stand schief. Raban nickte zufrieden. „Jetzt hat er Charakter.“ Fino grinste. „Davon hat er eine ganze Menge.“

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Vier kleine Lichter

Als es dämmerte, stellte Dora in jeden Kürbis ein kleines LED-Licht. Es leuchtete, ohne dass eine Flamme darin brannte. Die vier Köpfe kamen auf die Gartenbank.

Millas Kürbis lächelte ganz leise. Finos sah aus, als könnte man ihm ein Geheimnis erzählen. Ellis grinste bis zu den Ohren. Obwohl er gar keine Ohren hatte.

Und Rabans? Der blickte ein wenig schief in die Welt. „Guten Abend, Herr Kürbis“, sagte Raban feierlich. Niemand antwortete. Milla stupste ihn an. „Er hat vermutlich noch Kürbis im Mund.“ Da mussten alle vier lachen.

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Dora hat noch einen zweiten Kürbisplan

Aus der Küche zog ein warmer Duft in den Garten. Dora hatte einen Speisekürbis für eine milde Suppe vorbereitet. Die Freunde deckten den Tisch.

Fino brachte Brot. Milla stellte die Schüsseln hin. Elli wollte den ersten Löffel schon probieren. „Erst ein bisschen abkühlen lassen“, sagte Dora. Raban pustete so kräftig, dass sein roter Schal flatterte.

„Mein Kürbis draußen bekommt keine Suppe“, erklärte er. „Der ist innen schon ausgeräumt.“ Elli hielt sich vor Lachen den Bauch. Für einen Moment war es am Tisch fast lauter als im Garten.

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Ein Gesicht für das Abenteuerbuch

Nach dem Essen schauten sie noch einmal nach den vier Lichtern. Dann malten sie ihre Kürbisgesichter ins Abenteuerbuch. Ellis Schnurrbart bekam besonders viel Platz.

Dora legte eine leere Seite daneben. „Hier könnte noch ein anderes Gesicht hin.“ Milla betrachtete den freien Platz. „Vielleicht von jemandem, der uns besucht.“

Raban strich sich die Federn glatt. „Dann soll unser schiefer Herr Kürbis aber freundlich grüßen.“ Fino setzte einen kleinen Pfeil auf die Seite. Er zeigte zum Garten.

Dort leuchteten vier Kürbisse. Alle unterschiedlich. Alle zusammen. Und für die nächste Idee war noch Platz.

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